Juneau
Mal wieder ein Neuanfang

Nach vielen Jahren hab ich es auch wieder mal geschafft mich hier neu anzumelden. Das erste Mal war ich mit 14 hier, während sich bei mir eine Essstörung manifestiert hat. Ich habe Kalorien gezählt, teilweise tagelang nichtsmehr gegessen und Bulemie war auch kein unbeschriebenes Blatt.Eigentlich hatte ich aufgehört zu bloggen, weil ich dachte ich komme dann gut von der Essstörung weg. Wenn ich nicht mehr täglich damit konfrontiert bin, dachte ich, es wird schon besser werden. Dass ich nicht mehr den Zwang habe Kalorien zu zählen und Panik bekomme, wenn ich mehr als 500kcal zu mir genommen habe. Ich hatte das Bedürfnis einfach ganz normal zu leben, frei zu sein, ohne Zwang und ohne dieses ständige Gefühl alles kontrollieren zu müssen.
Das ganze hat anfangs unheimlich gut getan. Einfach mal nicht darüber nachdenken zu müssen, was man isst und wieviel man sich gönnt. Nur leider ist das ganze um 180grad in die andere Richtung explodiert. Ich bin unglaublich undiszipliniert geworden, faul und lasse mich gehen. Ich bin seit mittlerweile 5 Jahren in einer Beziehung und es tut mir so unglaublich leid, dass ichjedes Jahr wortwörtlich immer fetter werde. Mein Freund hat was besseres verdient. Ich habe was besseres verdient. Wir gehen nicht ins Schwimmbad, weil ich immer "keine Lust" habe...weil ich mich eigentlich schäme. Weil es mir leid tut, dass er mit MIR so gesehen wird. Und weil ich mich für mich schäme. Weil ich mich so hab gehen lassen. Alles, was ich früher an Selbstbeherrschung und Disziplin in mich und meinen Körper gesteckt habe, ist komplett verschwunden. Als wäre es niemals da gewesen. Ich will damit nicht sagen, dass es früher besser war. Aber es war "einfacher" damit zu leben. Momentan fühlt sich alles so an, als wäre es völlig aus den Fugen geraten. Einfach weil ich es nichmehr unter Kontrolle habe. Ich will nicht wieder zwanghaft nach jedem Essen ins Bad rennen müssen, aber ich will wieder Kontrolle über mich selbst und mein Essverhalten haben. Ich schäme mich so für mich selbst. Ich weiß nicht wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Aber damit soll jetzt Schluss sein. Ich habe eigentlich schon immer gerne geschrieben und es war für mich auch die einfachste und angenehmste Art und Weise mich mit dem ganzen auseinanderzusetzen und klar zu kommen. Deswegen möchte ich es nochmal probieren.

Vorneweg: ich möchte niemanden mit dem Blog und dessen Inhalt triggern. Ich möchte einfach mich und mein Essverhalten wieder auf normal trimmen, mein Leben generell wieder in den Griff bekommen und mich von diesen Schuldgefühlen befreien.Ich werde essenspläne und ganze tagespläne hochladen und genau verfolgen, was ich zu mir nehme und wieviel ich mich bewege (wobei hier noch am meisten Luft nach oben ist).

Ich hoffe, dass ich hier ein paar Gleichgesinnte finde, die ebenfalls ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen und einfach ein bisschen mehr Ordnung und Selbstdisziplin brauchen. Vielleicht auch jemanden, der Ähnliches durchgemacht hat. Würde mich auf jedenfall freuen (;
Ich werde den ganzen "über mich" Kram, etc. noch in kürzester Zeit aktualisieren.

Let the project begin! (;
14.9.15 18:40
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


J (14.9.15 17:48)
Wobei natürlich die Frage bleibt, was "normal" ist. Hoffe du bleibst in einem gesunden Rahmen.
Viel Erfolg.


S.. (14.9.15 19:21)
Normal im Sinne von gesund. Ich will nichmehr frustessen, nichmehr aus Langeweile essen und solche Dinge. Gerade sowas würde mir die letzten Monate zum Verhängnis und es halt viel zu lange gedauert aus diesem "Traum" aufzuwachen. Das "Problem" das ich früher auch schon hatte ist einfach, dass ich Hunger und sättigungsgefühl so gut wie nicht empfinde, ich weiß nicht ob das nur Kopfwäsche ist aber ich hab das Gefühl ich müsste das alles erstmal lernen oder zumindest lernen das zu kontrollieren indem ich mir einfach feste Mengen zu festen Uhrzeiten vornehme.
Vielen Dank! (:


S. (14.9.15 19:22)
Sorry für die Schreibfehler - iPad autocorrect ):


J (14.9.15 20:51)
Feste Menge, feste Uhrzeit ist gut. Aber bitte keine "Hardcore-Rationierung". Veränderungen dauern. Langfristige und dauerhafte Veränderungen sind eine "Trainingssache". Nimm dir die Zeit. Brich nichts übers Knie.


S. (15.9.15 04:30)
Keine sorge, aus früherem verhalten hab ich durchaus gelernt. Ich will das ganze geregelt angehen und das ganze in den Griff bekommen und nicht wieder von einem extrem ins nächste zurück (;

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